MSC Wirtschaftsinformatik und Digitale Transformation


Der forschungsorientierte Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik und Digitale Transformation ermöglicht eine individuelle und zielgerichtete Auseinandersetzung mit den technischen und technologieinduzierten ökonomischen Veränderungen der digitalen Transformation. Der Studiengang verfolgt einen interdisziplinären Ansatz zwischen den Fächern Wirtschaftsinformatik, Informatik, Betriebswirtschaftslehre und Verwaltungswissenschaft. Der neue Studiengang richtet sich durch sein klares Profil und aufgrund der Profilierungsmöglichkeiten insbesondere an Frauen und Männer mit einem ausgeprägten Interesse für das Themenfeld der Digitalisierung.

Als erste deutsche Universität führt die Universität Potsdam zum Wintersemester 2017/18 einen Masterstudiengang für Wirtschaftsinformatik und Digitale Transformation ein. Mit einem modernen Konzept aus Forschungsorientierung, flexiblen Inhalten und Interdisziplinarität werden hier zukünftige Chief Digital Officers (CDO) und Chief Executive Officers (CEO) für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft ausgebildet. Zunächst stehen rund 20 Studienplätze zur Verfügung. Bewerben können sich Bachelor-Absolventen der Wirtschaftsinformatik und der Informatik, aber auch der Betriebswirtschaftslehre, der Verwaltungs- und Politikwissenschaft, sofern sie über Grundlagen der Wirtschaftsinformatik oder Informatik verfügen.

Inhalt des Studiums

Der Masterstudiengang Digitale Transformation umfasst (typischerweise im 1. Semester) die Pflichtfächer Anwendungsentwicklung mit dem Schwerpunkt Industrie 4.0 (Prof. Dr-Ing. Norbert Gronau), Mobile und Digital Business (Prof. Dr. Key Pousttchi) und Social Media Research (Prof. Dr. Hanna Krasnova). In einem dieser Pflichtfächer oder im Fach Digital Government (Prof. Dr. Moreen Heine) arbeiten die Studierenden (typischerweise im 2. Semester) forschungsorientiert an aktuellen Praxisthemen oder an Grundlagen der Digitalen Transformation. Dazu belegen die Studenten zwei vertiefende Forschungsseminare und (typischerweise im 3. Semester) ein umfangreiches Forschungsprojekt, welches sie auf die Masterarbeit vorbereitet.

Die Schwerpunkte der Wahlpflichtfächer können tiefer in die Wirtschaftsinformatik führen (z.B. Data Science, Implications of Digital Life + Business, Informations- und Wissensmanagement), klassische BWL-Fächer fokussieren (z.B. Innovationsmanagement, Controlling, Business Development) oder aber die Informatik und das IT-Systems Engineering in den Vordergrund stellen (z.B. kognitive Technologien, maschinelles Lernen, Softwarearchitekturen). Hierbei können auch Module des Hasso-Plattner-Instituts belegt werden. Darüber hinaus stehen Module aus der Volkswirtschaftslehre, Verwaltungswissenschaft (z.B. Mikro- oder Makroökonomie, Public Policy) oder der Soziologie innerhalb der interdisziplinären Studien zur Wahl.

„Das Programm ist anspruchsvoll und erfordert überdurchschnittliches Engagement“, so Prof. Dr. Key Pousttchi, der den neuen Studiengang federführend konzipiert hat. „Wir bieten dafür nicht nur die Möglichkeit, die Digitale Transformation zu erlernen und schon im Studium mitzugestalten, sondern geben den Studenten auch viel Freiheit, ihre Lehrinhalte in einem modernen Baukastensystem selbst zusammenzustellen und so ihr eigenes Profil zu entwickeln.“

Studienziel und zukünftige Arbeitsfelder

Die Digitale Transformation verändert Alltagsleben, Wirtschaft und Gesellschaft. Entsprechend groß ist die Nachfrage der Unternehmen nach Spezialisten ebenso wie nach Generalisten mit einem tiefen Verständnis für die technischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge dieser Entwicklung.

Im forschungsorientierten Masterstudium Wirtschaftsinformatik und Digitale Transformation vertiefen Sie je nach persönlichem Schwerpunkt Ihre fachwissenschaftlichen Kenntnisse in den Bereichen Wirtschaftsinformatik, Betriebswirtschaftslehre, Informatik, Verwaltung und anderen angrenzenden Feldern. Sie sind in der Lage, unter Verwendung der fachspezifischen Methoden, wissenschaftlich zu arbeiten. Darüber hinaus erlangen Sie die Voraussetzung zur Aufnahme einer Promotion.

„Die Grundidee ist nicht, das Silicon Valley nachzuahmen, sondern die ingenieurmäßige Vorgehensweise der Wirtschaftsinformatik zum Kern eines ganzheitlichen Ansatzes zu machen. Für die Digitale Transformation brauchen wir aus vielen Fächern Know-how“, erklärt Prof. Dr. Key Pousttchi, der davon überzeugt ist, dass Chief Digital Officer für Unternehmen und gesellschaftliche Organisationen heute nur auf diese Weise ausgebildet werden können. Auch für Gründer bietet der Studiengang, die Universität und die Nähe zu den Startups in der Region ein fruchtbares Umfeld.

Voraussetzung zum Masterstudium

Grundsätzlich ist die Voraussetzung für das Masterstudium ein Bachelorabschluss oder ein gleichwertiger erster berufsqualifizierender Abschluss eines Hochschulstudiums in einem Studiengang der Wirtschaftsinformatik, der Informatik, der Betriebswirtschaftslehre oder der Verwaltungs- und/oder Politikwissenschaft, wenn dieser Studiengang eine Regelstudienzeit von mindestens 6 Semestern und einen Umfang von mindestens 180 Leistungspunkten umfasst. Zudem müssen Sie mindestens 24 LP in Wirtschaftsinformatik oder Informatik erworben haben.

Für das Masterstudium Wirtschaftsinformatik und Digitale Transformation benötigen Sie außerdem Englischkenntnisse auf dem Niveau C1 des Europäischen Referenzrahmens.

Die Bewerbung mit Abschlüssen ähnlicher Fachrichtungen ist prinzipiell auch möglich - in jedem Fall müssen jedoch die vom Fach vorgegebenen Zugangsvoraussetzungen vollständig erfüllt werden, die Sie den jeweiligen Zulassungsordnungen entnehmen können.

Aufbau des Studiums

Im Rahmen dieses viersemestrigen Masterstudiengangs sind 120 Leistungspunkte aus den folgenden Modulen und der Abschlussarbeit zu erbringen. Für weitere Informationen konsultieren Sie bitte die fachspezifische Studienordnung oder die Studienfachberatung.


Vorteile auf einen Blick

Hervorzuheben an diesem Studiengang ist die Möglichkeit, die Pflichtfächer zu einem frühen Zeitpunkt zu absolvieren und auf dieser Basis sehr hohe Freiheitsgrade bei der Schwerpunktwahl und der Gestaltung des Studiums in den folgenden Semestern zu nutzen. Für geeignete Studenten besteht die Möglichkeit, in die aktuelle Forschungsarbeit der Lehrstühle eingebunden zu werden. Damit kennzeichnet sowohl die wissenschaftliche Ausrichtung als auch eine hohe Praxisorientierung das Studienangebot. Das Betreuungsverhältnis innerhalb des Studiengangs ist sehr gut.

In der Industrie stößt das neue Angebot auf großes Interesse: „Die Universität Potsdam stattet Nachwuchskräfte mit passendem digitalen Fach- und Methodenwissen aus, um die Lücken bei der digitalen Qualifikation, dem vielzitierten 'Digital Skills Gap' zu schließen“, sagt Dr. Bernd Welz, Chief Knowledge Officer der SAP SE. Dieser strategische Ansatz sei wichtig und notwendig, um die digitale Transformation erfolgreich meistern zu können, so Welz.

Mit Blick auf die Lebenssituation von Studierenden hat die Universität Potsdam viele Vorteile zu bieten: Sowohl Potsdam als auch Berlin bieten sehr gute Möglichkeiten für Studenten zum Wohnen und Leben. Der Campus Griebnitzsee bietet eine ruhige Studienumgebung, liegt jedoch auf der Stadtgrenze zur Hauptstadt Berlin und ist sehr gut an die öffentlichen Verkehrsmittel (S-Bahn, Regionalbahn) angeschlossen.

Kontakt

Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Digitalisierung

Maik Dehnert, M.Sc. | Studienfachberatung

+49 331 977-3643

dehnert[at]​​uni-potsdam.de

Campus Griebnitzsee | Haus 7, Zi. 0.18

Bewerbung

http://www.uni-potsdam.de/studium/zugang/uebersicht.html

Link zur Seite der UP

http://www.uni-potsdam.de/studium/studienangebot/masterstudium/master-a-z/wirtschaftsinformatik-master.html